Debela Griža – prähistorisches Hügelfort im Karst

Debela Griža in der Nähe des Dorfes Volčji Grad sind die Überreste eines mächtigen befestigten Rings aus der Bronze- und Eisenzeit. Es liegt in leicht erhöhtem Gelände, nordwestlich des heutigen Volčji Grad.

Hügelfort Debela Griža

Hügelfort Debela Griža
Foto: © Zavod Krasen Kras

Hügelfort Debela Griža

Debela Griža in der Nähe von Volčji Grad ist eines der malerischsten und am besten erhaltenen niedrig gelegenen prähistorischen Hügelforts im Karst. Sein Ruhm beruht vorerst eher auf seinem Aussehen als auf historischen Forschungen. Es hebt sich von anderen Hügelforts durch seine niedrige Lage, die Einbeziehung von Senklöchern in das Verteidigungssystem, seine symmetrische Form und seinen Zustand ab.

Mit einem Umfang von 770 Metern ist dies ein mittelgroßer Hügel. Die Gesamtlänge der Mauern, die zwischen 2 und 7 Metern hoch sind, beträgt 1100 Meter. Es ist wahrscheinlich, dass Debela Griža, da es besiedelt war, noch höher war. Die Ruinen sind jetzt zwischen 5 und 15 Meter breit und die Überreste der ursprünglichen Treppenkonstruktion sind entlang der gesamten Mauer zu sehen. Die Doppelmauer ist im Süden und Norden besonders ausgeprägt. Die Doppelmauer war ausschlaggebend für die Kontrolle der Eingänge, die sich auf dem alten Weg von Volčji Grad nach Komen befinden. Die Gesamtmenge an Altstein beträgt über 60.000 Kubikmeter.

Hügelfort Debela Griža

Siedlungen im Karst
In der Bronze- und Eisenzeit war der Karst relativ dicht besiedelt und die Menschen lebten in befestigten Siedlungen, die als Gradišča oder Hügelfort bezeichnet wurden. Hügelforts sind prähistorische Siedlungen, die mit einer Steinmauer befestigt sind. In Slowenien erschienen sie in der Bronzezeit um 1600 v. Chr. und waren in der Eisenzeit etwa zwischen 1000 und 500 v. Chr. am verbreitetsten.

Die aus Felsenterrassen erbauten Hügel mit monumentalen Mauern sind nicht nur im Karst zu finden, sondern auch in Istrien, im kroatischen Küstenland, in Herzegowina, in Montenegro und in Albanien entlang der gesamten östlichen Adria, wo sich das bedeutendste Gebäude befindet. Als Baumaterial wurde Kalkstein verwendet.

Das Erscheinen von Hügeln in diesem weiten Gebiet hing daher in erster Linie von der Beschaffenheit der Landschaft und den großen sozialen Veränderungen in Europa beim Übergang vom dritten zum zweiten Jahrtausend vor Christus ab. Sie standen größtenteils in direktem Zusammenhang mit sozioökonomischen Veränderungen, die durch die Einführung der Metallurgie, die Verbreitung von Metallgegenständen und die dadurch hervorgerufene Umschichtung der Gesellschaft hervorgerufen wurden. Als Ursache sind auch die größeren Bevölkerungsbewegungen nicht auszuschließen, die den Aufbau defensiver Strukturen an strategischen Punkten in der Region zusätzlich begünstigten und die zahlreichen Pfade und Routen im Karst kontrollierten.

Prähistorische Burgen sind Schätze, die dem Karst einen besonderen Charakter verleihen. In diesem Fall ist das die niedrig gelegene Burg Debela Griža in der Nähe von Volčji Grad südlich von Komen. Debela Griža wurde, wie auch andere Hügel im Triest, Komen und Divača Karst und anderswo, in Trockenbauweise erbaut. So konnten monumental große Siedlungen mit allen notwendigen Ressourcen errichtet werden. Sie wurden von Felsen und Menschen, Natur und Kultur mitgestaltet. Trockenbau ermöglichte es, die mageren natürlichen Ressourcen des Landes zu nutzen. Andere erstaunliche Beispiele hierfür sind: Veli Mrgar auf der Insel Krk, die für Schafe verwendet wird, Weinbergmauern in Suha Punta bei Primošten in Dalmatien und die klug ummauerten Olivenbäume in den steilen unpassierbaren Hügeln von Vrmac in Boka Kotorska. Trockenmauern in der Natur erinnern an Handschriften, mit denen sich jede Region oder jede Gemeinde im Raum ausdrückt.

Gradišča hat eine einzigartige Karstkulturlandschaft mit befestigten Siedlungen, Steinmauern und Zäunen, Wegen und Spurrinnen, großen Mauern und Senklöchern und ähnlichen Steinformen geschaffen, die in späteren Perioden nachhallten und geschützt und erhalten werden müssen. So wie der Karst heute ein unschätzbares Denkmal für prähistorische Gemeinschaften und Lebensweisen vor mehr als zwei Jahrtausenden darstellt. Sie sind heute ein untrennbarer Bestandteil der historischen und kulturellen Identität des Karstes. Sie sind ein Erbe, das nur wenige Landschaften haben.

Zavod Krasen Kras – Institut Schöner Karst
Im Juni 2014 wurde in Gorjansko das gemeinnützige Institut Zavod Krasen Kras (Institut Schöner Karst) gegründet. Das Institut wird mit Experten und Schutzeinrichtungen zusammenarbeiten, um die prähistorische Tiefburg Debela Griža in der Nähe von Volčji Grad zu schützen, zu erforschen und der lokalen und breiteren Öffentlichkeit vorzustellen. Das Institut hofft, der Motor für die Entwicklung des potenziellen Kulturtourismus im Bereich des Komen-Karsts und darüber hinaus zu werden. Debela Griža soll ein Modell dafür werden, wie andere Hügel im Karst erhalten und präsentiert werden können.

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Kontakt:
Zavod Krasen kras
Gorjansko 32
6223 Komen
Slowenien

e-mail:
Tel: +386 (0)41 718 729 oder +386 (0)41 342 599
Webseite: http://www.krasenkras.com/?lang=en

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