UNESCO Welterbestätten in Slowenien

Die UNESCO verleiht seit dem Jahr 1978 regelmäßig den Titel Weltnaturerbe und Weltkulturerbe an Stätten, die bedeutend für die Menschheit und die Nachwelt sind. Im Jahr 2018 waren 1092 dieser schützenswerten Orte in 167 Ländern der Welt gelistet. Auch in Slowenien gibt es vier Welterbestätten, eine davon steht sogar auf der roten Liste des gefährdeten Welterbes.

Die erste Welterbestätte in Slowenien wurde im Jahr 1986 aufgenommen. Weitere fünf Kandidaten stehen auf der Antragsliste für eine Aufnahme als UNESCO-Welterbestätte. Bei einem Urlaub in einem Ferienhaus in Slowenien, haben Sie die beste Möglichkeit, diese einzigartigen Orte zu besuchen. Alle sind mit dem Auto oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Die modernen Besucherzentren und Informationsparks rund um die Stätten bieten erlebnisreiche Programme für Groß und Klein.

Hier stellen wir die UNESCO Welterbestätten in Slowenien vor:

Gemeinsames historisches Kulturerbe
Es gibt einige Welterbestätten, die als länderübergreifendes Kulturerbe unter einer Gruppenbezeichnung zusammengefasst sind. Dazu zählen zum Beispiel die Prähistorischen Pfahlbauten um die Alpen, da zwischen dem 5. und 1. Jahrtausend vor Christus in mehreren europäischen Alpenländern die Errichtung von Pfahlbausiedlungen in größeren Seen, an Flüssen, am Meer oder in Moorgebieten in Mode war. Vor allem in der Schweiz, in Deutschland und im Norden Italiens, aber auch in Österreich und Slowenien gibt es 111 anerkannte prähistorische Fundstätten von Pfahlbausiedlungen. Am Rande des 14.000 Hektar großen Laibacher Moores und des Natura-2000-Gebiets Ljubljansko barje wurden gleich 40 Überreste von 6.600 Jahre alten Pfahlbausiedlungen gefunden. Heute kann man sich kaum mehr vorstellen, wie das Leben auf hölzernen Pfählen ausgesehen haben mag. Wie komfortabel ist doch da der Urlaub in den Ferienhäusern in Slowenien. Außerdem wurde im Laibacher Moor das Bruchstück eines über 5.000 Jahre alten Rades gefunden, das damit zu den ältesten gefundenen Rädern weltweit zählt. Die Funde können im Nationalmuseum in Ljubljana bestaunt werden.

Unesco Welterbestätten in Slowenien - Pumpe im Bergwerk Idrija

Auch die Quecksilber-Minen von Idrija, die bereits seit dem 15. Jahrhundert genutzt wurden und damit die ältesten Quecksilber-Minen weltweit darstellen, teilen sich den Titel Historische Stätten der Quecksilbergewinnung mit dem Bergwerk Almadén in der autonomen Region Kastilien-La Mancha in Spanien. Jahrhundertelang war das Quecksilber ein wichtiges Wirtschaftsgut im Überseehandel. Während der Abbau in Idrija bereits 1970 eingestellt wurde, war die Mine in Almadén noch bis ins Jahr 2003 geöffnet. Mittlerweile hat man beide Bergwerke zu Schaubergwerken umgewandelt, um den Menschen einen Eindruck in die harte Arbeit unter Tage zu gewähren. Einige typische Bergarbeiterartefakte, die über den Stollen von Idrija nicht ausgestellt werden, können auf der Burg Gewerkenegg besichtigt werden. Die Stadt Idrija ist überhaupt ein Museum für sich, denn im Stadtgebiet sind noch einige historische Gebäude verteilt, wie das Knappenhaus oder eine Grubenbahn. Obwohl nicht auf der Liste des Weltkulturerbes, aber deshalb nicht weniger interessant, ist der nahegelegene archäologische Park Divje Babe in den Hügeln zwischen Cerkno und Idrija. Dort kamen Funde von Neandertalern zu Tage, die vor 100.000 Jahren gelebt hatten.

Schützenswertes Weltnaturerbe
Naturphänomene, die aufgrund ihrer Schönheit und Einzigartigkeit erhalten werden müssen, werden von der UNESCO mit dem Titel eines Weltnaturerbes bedacht. Neben diesem internationalen Schutzstatus hat die Regierung der Republik Slowenien noch etwa 1.200 Naturdenkmäler als schützenswert klassifiziert. Außerdem gibt es 44 Landschaftsparks, drei Regionalparks und einen Nationalpark. Die erste Stätte in Slowenien, die von der UNESCO 1986 den Titel Weltnaturerbe erhalten hat, waren die Höhlen von Škocjan in der Region Oberkrain. In den Karstgebieten gibt es eine Reihe an mystischen Höhlen, darunter ebenso die sehenswerte Postojna Höhle. Die Höhlen von Škocjan mit ihren weit verzweigten Gängen, den riesigen, 150 Meter hohen Sälen mit den bis zu 15 Meter hohen Tropfsteinen und den rauschenden Wasserfällen jedoch zählen zu den größten Höhlen weltweit. Auf präparierten Wegen durchquert man eine fast unwirkliche Welt, die voller Kobolde und Zwerge scheint. Tatsächlich leben hier blinde Grottenolme und Fledermäuse. Das atemberaubende Höhlensystem kann das ganze Jahr über besucht werden.

Unesco Welterbestätten in Slowenien - Škocjan Höhlen

Unesco Welterbestätten in Slowenien - Škocjan Höhlen

Ein transnationales Welterbe bilden die Alten Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas, zu denen der ursprüngliche Krokar Urwald und auch das Waldreservat Snežnik-Ždrocle zählen. Die bis zu 12.000 Jahre alten Wälder bei Kočevje in der Region Unterkrain bilden ein einzigartiges Ökosystem, das die UNESCO erst im Jahr 2017 unter Schutz gestellt hat. In der von Menschenhand unberührten Natur konnten sich auf einer Fläche von 800 Hektar einige autochthone Tier- und Pflanzenarten entwickeln, das heißt, es handelt sich um Arten, die nur hier vorkommen. Auch Braunbären, Wölfe und Luchse wurden gesichtet. Die Buchenwälder in Slowenien stehen zusätzlich unter dem Schutz eines Natura-2000-Gebietes.

Auch die zukünftigen Welterbe-Kandidaten sind unbedingt einen Besuch wert
Bereits im Jahr 1994 wurde der Antrag für den Fužina-Hügel in der Bohinj-Hügellandschaft in den Julischen Alpen für die Aufnahme in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätte gestellt. Die Begründung für den Antrag war der Erhalt der typisch bergländischen Siedlungen inklusive dem traditionellen Viehtrieb auf die Sommeralmweiden. Im Almdorf Stara Fužina gibt es ein kleines Museum, wo man Interessantes über das harte Leben als Bergbauer und über die Käseherstellung erfährt.

Unesco Welterbestätten in Slowenien - Fužina ist Anwärter für den Titel

Unesco Welterbestätten in Slowenien - Fužina ist Anwärter auf den Titel

Für das im Zweiten Weltkrieg geheim errichtete Partisanenlazarett Franja zwischen den schroffen Felsen der Pasica-Klamm in den Julischen Alpen wurde ebenfalls der Antrag für die Aufnahme in das UNESCO-Weltkulturerbe gestellt. Ein weiterer Kandidat ist der sogenannte Weg des Friedens, der die Kriegsschauplätze der Isonzo-Front des Ersten Weltkrieges miteinander verbindet. Noch heute sind die Spuren dieses menschenverachtenden Gemetzels überall im Gelände sichtbar. Ob die Stellungen auf dem Berg Kolovrat, die zahlreichen Militärfriedhöfe, die Beinhäuser in Kobarid und Tolmin, die Russische Kapelle am Vršičpass oder die Bohinj-Eisenbahnstrecke, die mitten im Kriegsgeschehen verkehrte – sie alle sollen auch unsere Nachkommen als Teil des Weltkulturerbes an diesen schrecklichen Teil der Menschheitsgeschichte erinnern.

Erst im Jahr 2018 stellte die slowenische Regierung den Antrag auf die Aufnahme der Bauwerke des slowenischen Architekten Jože Plečnik, der vor allem in Ljubljana, Prag und Wien wirkte. Nur ein Naturerbe ist als Kandidat auf der Antragsliste und das ist das gesamte Karstgebiet Sloweniens. Bereits im Jahr 1994 erfolgte ein erster Versuch mit der Begründung, dass hier das Phänomen Karst erstmals wissenschaftlich untersucht und kategorisiert wurde. Im Jahr 2015 stellte Slowenien einen neuerlichen Antrag auf den Schutzstatus dieser einzigartigen Natur- und Kulturlandschaft.

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